Die dritte Mannschaft empfing in der 4. Runde die Schachfreunde aus Neureut. Wie schon beim letzten Bericht befürchtet, waren sie dieses Mal erstmals zu acht und damit mindestens eine Person zuviel, um an diesem Tag gegen uns Mannschaftspunkte zu lassen.
Zum Mannschaftskampf kann ich dieses Mal leider wenig berichten, da ich größtenteils in meiner Partie damit kämpfen musste, aus einer gefühlten besseren Stellung etwas verwertbares rauszuholen. Raumvorteil war da, aber ansonsten wenig konkretes.
Frühzeitig musste ich leider feststellen, dass der Tag nicht als "Tag der Jugend" eingehen würde. Philipp war eine ganze Figur abhanden gekommen und Michael muss ebenfalls einen rabenschwarzen Tag erwischt haben, denn nach einer total ausgeglichenen Eröffnung verlor er zunächst eine Qualle, später vergrößerte sich der Rückstand auf Turm gegen Dame. Die entstehenden Endspiele waren hoffnungslos und somit nach rund 2 Stunden der Spielstand 0-2.

Ein Blick über die restlichen Bretter ließ auch wenig Hoffnung aufkommen. Thomas stand recht viel versprechend und preschte auf die Königsstellung des Gegners zu. Die anderen Partien sahen größtenteils ausgeglichen aus, somit hieß es hoffen.
Thomas verwandelte dann tatsächlich die Stellung in einen Sieg, wenig später aber kam dann die Ernüchterung als Winnie an Brett 7 gegen den nominell stärksten Neureuter aufgeben musste. Warum, wieso – fragt mich nicht! Hab nix gesehen und ewig viel Zeit verbraten und immerhin zwischenzeitlich einen Mehrbauern ergattert.
Uwe war nach ca. 3h im Endspiel T+L mit ungleichfarbigen Läufern gelandet und schien keinen Weg zu sehen, etwas Positives aus der Stellung machen zu können, so dass er in ein Remis einwilligte und es somit 1,5:3,5 stand.
Bei Ali sah es mittlerweile auch nicht allzu rosig aus und Christian, der lange ganz ordentlich gestanden hatte, hatte auch eine ganze Figur weniger. Nein, ein Tag der Jugend sollte es heute wirklich nicht werden.
Dann kam meine Stunde – na ja, eher meine Restminute, in der noch ein paar Züge (4?, 5?, 6?) gemacht werden mussten und in der Panik hab ich erst eine Qualle, dann einen ganzen Turm „geopfert“, um dank meines vorgerückten Freibauern diesen Turm zurückerobern zu können. Ob das forciert war – ich weiß es nicht. Leider ist auch mein Partieformular spurlos verschwunden – ich habe da einen eifrigen Partiezettelsammler im Verdacht und hoffe daher bald eine erfasste Partie vorzufinden


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Nun, da ich glücklicherweise zumindest materiell somit wieder ausgeglichen stand und der Kampf in Hinblick auf Brett 8 gegessen war, bot ich ein Remis an. Stellungsmäßig fühlte ich mich weniger wohl und war froh, als mein Gegner einwilligte.
Ali musste sich im Turmendspiel eines gegnerischen Mehrbauern erwähren – sein Gegner „schenkte“ Ali aber diesen Mehrbauern und danach einigten sie sich folgerichtig auf ein Remis. Christian gab angesichts der gegnerischen Übermacht schließlich auf und somit endete der Kampf 2,5:5,5.
Tja, das war leider kein guter Tag für uns. Mit Ruhm hat sich (außer Thomas) keiner bekleckert und daher geht das Ergebnis auch total in Ordnung. Bleibt mal wieder nur der Blick nach vorne: Im neuen Jahr dürfen wir die Reise nach Malsch antreten – ein gutes Ergebnis dort wäre wichtig, um die Restpartien mit etwas mehr Gelassenheit angehen zu können. Also hoffe ich auf eine rege Beteiligung in den ersten beiden Mannschaften – meine Jungs sind ja eh alle heiß, die dritte zu unterstützen (schon zum zweiten Mal in Folge 10 Freiwillige


), das freut mich sehr und darf gerne so bleiben!