| Friedel - Ungerer |
       
       
       
       
       
       
       
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Stellung nach dem 17 Zug von Weiss |
Objektiv hat Weiß nichts aus der Eröffnung geholt, Rybka bewertet die Stellung demnach auch mit einem = aber die weiße Stellung ist schon angenehmer, da sie besser entwickelt ist, mehr Raum hat und Schwarz nicht zu leichtfertig mit seinen Bauern umgehen darf.
17...e5?! Bringt nichts, außer Weiß die Wahl zu überlassen, wie er auf Vorteil spielen will. (17...a6 18.Sc3 De8 19.a3 Dh5 ist z.B. eine Variante mit Ausgleich)
18. f5 Die Alternative ist ebenfalls nicht schlecht. Nach 18.xe5 Sxe5 19.Dc3 muss Schwarz schon 19...Dg4! 20.Sxc7 21.Tf2! finden, um nicht kompensationslos den c7 zu verlieren. Nach diesen beiden guten Zügen enden die Varianten im Gleichgewicht. Mit 19.h3 kann Weiß wohl einen kleinen Vorteil erhalten. Hatte die Variante nicht gesehen, bzw. auch wenig Zeit dafür verwendet, 18. f5 sah mit einfach zu gut aus.
18...a6 19.Sc3 Sd4? 20.Sd5
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Stellung nach dem 20 Zug von Weiss |
Sd4 war endgültig zu optimistisch. Man kann nun natürlich nicht auf c2 nehmen wegen Db3 und auf c2 und e7 brennts, also muss der Springer gleich kleinlaut nach c6 zurück und Weiß kann in Ruhe alle Figuren gegen den König werfen.
20...Dd8 21.c3 Sc6 22.f6 so Züge spielt man gerne...
Nun hatte ich noch ca. 20 Minuten Zeit, "to finish him" Der Anfang spielt sich wie von selbst.
22...g6?! Laut Rybka ungenau (22...Tf7 sei besser) aber ein menschlicher Zug, wer will schon die Spannung vor seinem König haben.
23.h4 Tf7 24.Dg5 Kh8 25.Tf3 Dd7 26.Tdf1
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Stellung nach dem 26 Zug von Weiss |
26....Taf8 Das ist quasi das schlechteste Feld für den Turm, wie man gleich sehen wird. (26...Tg8 +/- ist lauf Rybka die letzte Chance) Gleichzeitig "ermöglicht" er meinen nächsten Zug.
27.Se7!?Objektiv kein guter Zug, das Ausrufezeichen gibt es für den psychologischen Effekt, denn so ein Springer, der plötzlich mitten in der Stellung hopst und allerlei Ungemach droht, macht schon Eindruck.
Im korrekten Gewinnsinne schlägt Rybka 27.h5 xh5 28.Tg3 vor, mit der kaum zu verhindernden Idee: 29.Dxh5 irgendwas 30.Tg7 Txg7 31.xg7+ und wahlweise Tf7 oder Sf6 mit Vernichtung auf h7.
27...Sd8?? Jetzt ist aus. (27...Sxe7?? geht natürlich nicht, weil nach 28.xe7 so oder so der Tf8 hängt. Richtig ist: 27...Te8! Entfernt das Sorgenkind von f8 und nun droht der Tausch auf e7, woran Ideen wie h5 oder Dh6 scheitern. 28.Sxc6 Dxc6 29.Te1 Da4= taugt auch nix, also muss der Springer zurück, wondurch Schwarz Zeit für den Springertransfer gewonnen hat. 28.Sd5 Sd8 29.h5 Se6 30.Dh6 g5 und Rybka sagt noch +=, doch in der Analyse gelang es keinem der zahlreichen Spieler inklusive Mr. Schnepel die schwarze Stellung zu knacken. Vielleicht wäre 30.Dg4 g5 31.g3 noch die beste Chance.
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Stellung nach dem 27 Zug von Schwarz |
Ein Taktikfuchs muss man für die abschließende Kombination nicht sein:
28.Sxg6 xg6 29.Dh6+ Kg8 (29...Th7 30.Dxf8# Tja, der Turm auf f8)
30.Dxg6+ Tg7 (30...Kh8 31.Dh6+ Kg8 32.Tg3+ Tg7 33.Txg7+ Dxg7 34.Dxg7#)
31.xg7 Txf3 32.Txf3 Se6 33.Tf6 Sxg7 34.h5 Da4 35.Tf1? (Zeitnot, doch ehrlich gesagt musste mir Rybka sein angezeigtes Matt in 3 schon zeigen. 35.Df7+ Kh7 36.Th6+ Kxh6 37.Dg6# im Bullett kann sowas wichtig sein...)
35...Dc4 36.Tf3 De6 37.Tf6 De8 38.h6 Dxg6 39.Txg6 Kh7 40.Txg7 Kxh6 41.Txc7 1:0