Schachklub 1926 Ettlingen e.V.

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Kommentare zur News "Pforzheim - Ettlingen 2,5:5,5 :: "Was ist denn daran Zeitnot?"" von: Marcus Friedel
Timo Fucik
13.01.2010 22:28
Fucik 1983 - Linder 1958







Stellung nach dem 24 Zug von Schwarz

Bis hierhin keinerlei Aufreger, alles immer zwischen +0,5 und 0,0.
Hier war vielleicht die einzige Stelle, wo ich die Möglichkeit hatte, irgendwie auf Gewinn zu spielen, nämlich mit 25. f5!? gxf5 26. e5; hält das += und schafft wenigstens mal ansatzweise sowas wie Schwächen oder Angriffspunkte, nach 26. ... f4! mit der Drohung Lf5 hat man aber halt erstmal einen gesunden Bauern weniger, unangenehm. Die Partie verlief weiterhin langweilig:
25. Te3 = dxe4 26. Lxe4 Ld5 27. Tbe1 Lxe4 28. Txe4 Txe4 29. Dxe4 Td8
Fucik - Linder







Stellung nach dem 29 Zug von Schwarz

30. Kg2 b4 31. cxb4 Dxd4 32. Dxd4 Txd4 33. Tc1 remis
Markus Holzapfel
13.01.2010 20:20
Unglaublich! Und ich mache mir Sorgen bei Zeiten unter 3 Minuten. In der Zeit gewinnt Roland ja zwei Partien... Wahnsinn!
Marcus Friedel
12.01.2010 21:39
Friedel - Ungerer







Stellung nach dem 17 Zug von Weiss

Objektiv hat Weiß nichts aus der Eröffnung geholt, Rybka bewertet die Stellung demnach auch mit einem = aber die weiße Stellung ist schon angenehmer, da sie besser entwickelt ist, mehr Raum hat und Schwarz nicht zu leichtfertig mit seinen Bauern umgehen darf.
17...e5?! Bringt nichts, außer Weiß die Wahl zu überlassen, wie er auf Vorteil spielen will. (17...a6 18.Sc3 De8 19.a3 Dh5 ist z.B. eine Variante mit Ausgleich)
18. f5 Die Alternative ist ebenfalls nicht schlecht. Nach 18.xe5 Sxe5 19.Dc3 muss Schwarz schon 19...Dg4! 20.Sxc7 21.Tf2! finden, um nicht kompensationslos den c7 zu verlieren. Nach diesen beiden guten Zügen enden die Varianten im Gleichgewicht. Mit 19.h3 kann Weiß wohl einen kleinen Vorteil erhalten. Hatte die Variante nicht gesehen, bzw. auch wenig Zeit dafür verwendet, 18. f5 sah mit einfach zu gut aus.
18...a6 19.Sc3 Sd4? 20.Sd5
Friedel - Ungerer







Stellung nach dem 20 Zug von Weiss

Sd4 war endgültig zu optimistisch. Man kann nun natürlich nicht auf c2 nehmen wegen Db3 und auf c2 und e7 brennts, also muss der Springer gleich kleinlaut nach c6 zurück und Weiß kann in Ruhe alle Figuren gegen den König werfen. 20...Dd8 21.c3 Sc6 22.f6 so Züge spielt man gerne...
Nun hatte ich noch ca. 20 Minuten Zeit, "to finish him" Der Anfang spielt sich wie von selbst. 22...g6?! Laut Rybka ungenau (22...Tf7 sei besser) aber ein menschlicher Zug, wer will schon die Spannung vor seinem König haben. 23.h4 Tf7 24.Dg5 Kh8 25.Tf3 Dd7 26.Tdf1
Friedel - Ungerer







Stellung nach dem 26 Zug von Weiss

26....Taf8 Das ist quasi das schlechteste Feld für den Turm, wie man gleich sehen wird. (26...Tg8 +/- ist lauf Rybka die letzte Chance) Gleichzeitig "ermöglicht" er meinen nächsten Zug. 27.Se7!?Objektiv kein guter Zug, das Ausrufezeichen gibt es für den psychologischen Effekt, denn so ein Springer, der plötzlich mitten in der Stellung hopst und allerlei Ungemach droht, macht schon Eindruck.
Im korrekten Gewinnsinne schlägt Rybka 27.h5 xh5 28.Tg3 vor, mit der kaum zu verhindernden Idee: 29.Dxh5 irgendwas 30.Tg7 Txg7 31.xg7+ und wahlweise Tf7 oder Sf6 mit Vernichtung auf h7.
27...Sd8?? Jetzt ist aus. (27...Sxe7?? geht natürlich nicht, weil nach 28.xe7 so oder so der Tf8 hängt. Richtig ist: 27...Te8! Entfernt das Sorgenkind von f8 und nun droht der Tausch auf e7, woran Ideen wie h5 oder Dh6 scheitern. 28.Sxc6 Dxc6 29.Te1 Da4= taugt auch nix, also muss der Springer zurück, wondurch Schwarz Zeit für den Springertransfer gewonnen hat. 28.Sd5 Sd8 29.h5 Se6 30.Dh6 g5 und Rybka sagt noch +=, doch in der Analyse gelang es keinem der zahlreichen Spieler inklusive Mr. Schnepel die schwarze Stellung zu knacken. Vielleicht wäre 30.Dg4 g5 31.g3 noch die beste Chance.
Friedel - Ungerer







Stellung nach dem 27 Zug von Schwarz

Ein Taktikfuchs muss man für die abschließende Kombination nicht sein:
28.Sxg6 xg6 29.Dh6+ Kg8 (29...Th7 30.Dxf8# Tja, der Turm auf f8) 30.Dxg6+ Tg7 (30...Kh8 31.Dh6+ Kg8 32.Tg3+ Tg7 33.Txg7+ Dxg7 34.Dxg7#) 31.xg7 Txf3 32.Txf3 Se6 33.Tf6 Sxg7 34.h5 Da4 35.Tf1? (Zeitnot, doch ehrlich gesagt musste mir Rybka sein angezeigtes Matt in 3 schon zeigen. 35.Df7+ Kh7 36.Th6+ Kxh6 37.Dg6# im Bullett kann sowas wichtig sein...) 35...Dc4 36.Tf3 De6 37.Tf6 De8 38.h6 Dxg6 39.Txg6 Kh7 40.Txg7 Kxh6 41.Txc7 1:0
Marcus Friedel
12.01.2010 19:06
Naja, fast stimmts...

lol@ "er findet nun jedoch nicht die besten Züge im Gegensatz zu mir"
Roland Wehner
12.01.2010 14:22
Leibbrand-Wehner







Stellung nach dem 17 Zug von Weiss

In mir unbekannter Stellung habe ich viel Zeit investiert und in dieser Stellung fast meine ganze Restbedenkzeit verbraucht, um
17.. f4! zu spielen
18.gxf4 gxf4 19.Lxf4
Hier wollte ich ursprünglich 19..c5 !? spielen, doch die entstehenden Varianten sind am Brett kaum durchrechenbar, ein Beispiel ist folgende Variante: 20.c4 La6 21.cxd5 c4 22. Da4 cxd6 23.d6 Df7 24.Dxe4 dxe2 25.Tfe1 Dxf4 26.Dxf4 Txf4 27.Lxa8 Tf8 28.Lc6 Lxe5 29.Txe2 Lxe2 30.Te1=)
Mit 25 Sekunden Restbedenkzeit entschied ich mich dann allerdings für
19.. Txf4 20.Sxf4 Sd2 21. Dc2
Hier wäre 21.Da4 die bessere Wahl gewesen 21..Sxf1 Txf1 22. Dxc6 (Nach 22. Sd3 kommt der starke Zwischenzug b5!) Tb8 23.Sd3 Ld7 24.Sxe5 Lxc6 25.Sxc6 Db7 26.Sxb8 Dxb8 und Weiß hat sehr gute Remischancen
Leibbrand-Wehner







Stellung nach dem 27 Zug von Schwarz

Zurück zur Partie:
21..Sxf1
Leibbrand-Wehner







Stellung nach dem 21 Zug von Schwarz

Mit 23 Sekunden Restzeit bot ich hier Remis in dank Läuferpaars nun klar besserer Stellung. Mein Gegner entschied sich hier weiterzuspielen, er findet nun jedoch nicht die besten Züge im Gegensatz zu mir, sodass er mir nach
22.Txf1 Lxe5 23.Sh3 Ld7 24.f4 Lf6 25.e4 Tg8 26.e5 Lh4 27.De2 Le8 28. Kh1 Lg6 29. Lf3 Lf5 30. Sf2 Dg7
Leibbrand-Wehner







Stellung nach dem 30 Zug von Schwarz
mit 31. De3 nun seinerseits Remis bot, ich hatte hier noch 13 Sekunden für 9 Züge.
Da ich hier klar auf Gewinn stehe, spiele ich natürlich weiter:
31.. Dh6 32. Tg1 Lg3 33. Tg2 Lxf4 34.Dd4 Txg2 35.Kxg2 Dxh2+ 36. Kf1 Lxe5 37. Da4
Hier konnte ich noch mal ein paar Sekunden in 37.. Lg3 investieren und nach 38.Dd4+ e5 und 5 Sekunden Rest gab mein Gegner schließlich auf.
Leibbrand-Wehner







Stellung nach dem 38 Zug von Schwarz
Timo Fucik
12.01.2010 13:27
Die Schilderungen zu Rolands Partie stimmen nicht ganz. Sein Remisgebot stammte schon von vor dem 20. Zug, nachdem er dann durch Blitzzüge in nur 3 Sekunden die 30 erreicht hatte, bekam er das Remisgebot zurück, forderte dafür aber erstmal einen gegnerischen Zug und als der kam, spielte er einfach weiter. Außerdem waren die 40 bei der Aufgabe glaub ich noch gar nicht erreicht. Aber mit 5 Sekunden auf der Uhr griff er die Dame an und hatte die Möglichkeit in den nächsten 2 Zügen in ein Läuferendspiel mit 3 gesunden Mehrbauern zu kommen, da hätte ich auch keine Lust mehr gehabt.
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