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Schachklub 1926 Ettlingen e.V.

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06.06.2016 19:53 KategorietrennerChess 960 Waldbronn - Come on Jonas Rosner
Schachfreund und Chess960-Liebhaber Simon Fromme motivierte mich, beim Chess960 mitzumachen. Mein Verhältnis zum Chess960 war immer etwas gespalten. Auf der einen Seite ist es eine schöne Abwechslung und man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen, auf der anderen Seite habe ich mich immer ganz gerne mit Eröffnungen beschäftigt. Da ich in letzter Zeit bei einigen Opens mit langer Bedenkzeit mitgespielt habe, muss ich allerdings auch gestehen, dass es mich dort
etwas gestört hat, ständig der Gefahr ausgesetzt zu sein, dass sich der Gegner brutal vorbereitet wie beispielsweise einmal beim Staufer Open geschehen. Dementsprechend ging ich durchaus mit positiven Gefühlen ins Turnier. Neben Simon und mir nahmen aus Ettlingen auch noch Faruk und eine seiner Schülerinnen teil, sodass wir genug Manpower für einen potentiellen Mannschaftspreis hatten. Bedenkzeit war 20min+5sec.

Im Allgemeinen war mein Eindruck, dass sich nach einer gewissen Zeit, relativ gewöhnliche Stellungen ausgeben. Folglich setzen sich die besseren Normal-Schachspieler am Ende oft durch. Dennoch ist es spannend, in der Eröffnung sehr verpflichtende Entscheidungen treffen zu müssen, von denen man schlicht und ergreifend nicht absehen kann, ob die Ideen aufgehen oder vielleicht doch zu clever waren. Gleich in der ersten Runde unterschätzte dich den gegnerischen Raumvorteil und stand nach 15 Zügen mit dem Rücken zur Wand. Ich konnte das Ding noch gewinnen, aber auf jeden Fall ein guter Wachmacher. Ein paar Runden später spielte ich nach der Mittagspause mit 3/3 gegen GM Artur Jussupow. Ein gewisse Nachmittagsmüdigkeit gepaart mit Respekt vor dem Gegner führte zu suboptimaler/peinlicher Eröffnungsbehandlung:

Rosner - GM Jussupow



In der folgenden Runde spielte ich in der Eröffnung sehr provokativ, indem ich die ersten 6 oder 7 Züge nur mit Bauern machte. Das Konzept ging sogar gut auf, auch wenn ich zwischendurch meinen Vorteil nicht besonders gut behaupten konnte. Naja, am Ende konnte ich es gewinnen. Nach einem weiteren Sieg hatte ich 5/6, sodass es in der letzten Runde ums Preisgeld gehen würde. Überraschenderweise bekam ich einen nominell schwächeren Gegner, was gute Voraussetzungen waren, um in den Kampf um die vorderen Plätze einzugreifen.

Das Gefühl in der letzten Runde an einem vorderen Brett zu spielen habe ich nicht sehr oft seit ich nicht mehr in den Jugendaltersklassen spiele. Es war ein sezr spezielles Gefühl. Im Schach bin ich meistens darauf fokussiert zu gewinnen, doch hier war das noch viel ausprägter als sonst, da sich solche Chancen nicht so häufig ergeben. Vielleicht hat auch das dazu geführt, dass meine Zeiteinteilung nicht so gut und ich 5-10 Minuten weniger auf der Uhr hatte.

Dirk Becker - Rosner



Nach dem Sieg habe ich mir das Trikot vom Leib gerissen und bin zur Eckfahne gerannt. Zumindest innerlich.

Als wäre das noch nicht genug, habe ich auch bei der Buchholz das nötige Quäntchen Glück gehabt und dank 0,5 Buchholz Zweiter geworden.

1. GM Jussupow 6,5/7
2. Rosner 6/7
3. FM Gunnar Schnepp 6/7

Simon und Faruk bewegten sich etwa um die 50%-Marke, glaube ich. In der letzten Runde hat Simon leider sein Turmendspiel nicht gewonnen, sonst hätten wir sogar noch den 3. Platz in der Mannschaftswertung belegt.

Das Turnier fand in schönem Ambiente im Kurhaus statt. Organisation war gewohnt souverän. Verköstigung war auch klasse. Mit 80 Teilnehmern wurde das offizielle Limit erreicht.
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